Wild passt hervorragend in die Jahreszeit – das findet auch Achillefs Mantelis und serviert in diesem Jahr einen Hirschrücken mit Sellerie-Püree, Balsamico-Kirschen und einem Pistazien-Topping.
Fleisch vom Hirsch ist gesund. Es hat besonders wenig Fett und Kalorien, ist dabei proteinhaltig und enthält wertvolle ungesättigte Omega-3-Fettsäuren, Vitamine und Mineralstoffe. In Kombination mit den Balsamico-Kirschen und dem Pistazien-Topping ist es ein eher leichtes und damit gesundes Festtagsessen mit Pfiff.
Achillefs Mantelis bringt an den Festtagen ein perfektes Gericht auf den Tisch, dass nicht zu schwer im Magen liegt und einfach lecker schmeckt – und es kommt kreativ daher. So wurden die klassischen Wildbegleiter, die Preiselbeeren, hier durch himmlische Balsamico-Kirschen ersetzt. Sie geben dem Gericht eine ganz besondere, eigene und neue Note. „Es ist ein perfektes Essen, auch zum Nachkochen, denn zwei Komponenten kann man bereits im Vorfeld problemlos zubereiten, das sind die Balsamico-Kirschen und das Pistazien-Topping, das spart ordentlich Zeit“, befindet Achillefs Mantelis, Quereinsteiger in Sachen Gastronomie und heute gemeinsam mit Frrok Markaj für das Burgstüble in Kernen-Stetten verantwortlich. Von Haus aus ist er gelernter Augenoptiker: „Aber die Zeit hat gezeigt, dass mir die Küche am Herzen liegt und mir einfach mehr Freude bereitet“, erläutert er kurz seinen beruflichen Werdegang.
Für den Balsamico-Kirsch-Dip werden ganz einfach die Kirschen mit einem Esslöffel Balsamico-Essig und einem Esslöffel Honig vermischt. Die Rezeptur stammt übrigens von der Ehefrau von Frrok Markaj, der gemeinsam mit Achillefs Mantelis das Burgstüble betreibt.
Das Topping, das hier aus gehackten Pistazien hergestellt wird, kommt später kalt auf das Hirschfleisch. Man könnte auch von einer Pistazien-Gremolata sprechen, handelt es sich doch um eine grüne Kräuter- und Gewürzmischung, wie man sie aus der lombardischen Küche kennt, und die erst gegen Ende der Garzeit auf das warme Gericht aufgetragen wird.
Cremiges Sellerie-Püree
Für das Sellerie-Püree wird die Sellerieknolle geschält und die Kartoffel in kleine Stückchen geschnitten und fast gar gekocht. Kurz vor Ende der Garzeit wird die Butter untergerührt. Dann den Topf vom Herd nehmen und alles zu einem cremigen Püree verarbeiten. Ein Schuss Sahne oder Mandelmilch lässt das Püree noch cremiger werden, „denn es soll ja kein Stampf werden“, kommentiert Achillefs Mantelis sein Vorgehen.
Abgeschmeckt wird das Püree mit etwas Salz und Muskat. Das fertige Püree sollte im Ofen bei niedriger Temperatur warmgehalten werden.
Ran an den Hirschen
Jetzt ist es an der Zeit, das Hirschfleisch vorzubereiten. Das Fleisch wird gesalzen, gepfeffert und mehliert, bevor es in die Pfanne kommt. Dann wird das Fleisch kurz scharf in Butterschmalz angebraten. Ein auf das Fleisch gelegter Thymianzweig gibt noch den besonderen, geschmacklichen Kick.
Hirschfleisch sollte idealerweise beim Servieren innen noch gut rosa sein, „dann ist es ideal“, befindet Achillefs Mantelis. „So empfiehlt es sich, kurz nach dem Anbraten, das Fleisch im Ofen oder wer ihn hat, in einem sogenannten Salamander, acht bis zehn Minuten bei 120 Grad Celsius im Ofen ruhen zu lassen.“
Danach wird das Fleisch in etwa 2-3 cm dicke Medaillons geschnitten.
So entsteht ein kleines Kunstwerk auf dem Teller
Auf angewärmten Tellern ordnet man die einzelnen Komponenten des Gerichts an. Zunächst wird das Sellerie-Püree auf dem Teller verteilt. Darauf werden jeweils zwei bis drei Medaillons gelegt und mit dem kalten Pistazien-Topping belegt. Die Balsamico Kirschen werden in einem kleinen separaten Schüsselchen serviert. „Insgesamt ein rundes, geschmacklich intensives Gericht, das relativ wenig Vorbereitung bedarf. Wichtig dabei ist, dass das Fleisch nicht zu durchgebraten wird und das Sellerie-Püree weich und cremig daherkommt“, fasst Achillefs Mantelis zusammen.
Es ist auch das weihnachtliche Hauptgericht, das bei ihm auf der Speisekarte in diesem Jahr bis zum 31. Dezember zu finden ist.
Zum Gericht passt hervorragend ein Glas Rotwein. Achillefs Mantelis empfiehlt als perfekte Begleiter zum Essen den Merlot vom Weingut Zimmer aus Kernen-Stetten oder den Lemberger-Merlot vom Weingut Eißele aus Kernen.
In Sachen Wild hat man eine gute Quelle
Das Burgstüble ist eine Vereinsgaststätte des TV Heim Stetten und steht für gute schwäbische Küche. Gekocht wird saisonal, eingekauft überwiegend regional. Wildfleisch bezieht man, auf Nachfrage, von einem hiesigen Jäger, der in Sachsen seine eigene Jagd betreibt. „Wir gehen individuell auf die Gäste ein, sind flexibel und stehen für ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.Wir wissen, dass wir als Vereinsgaststätte bezahlbares Essen anbieten müssen, bei hoher Qualität und gutem Service, beides ist bei uns erstklassig“, betont Achillefs Mantelis.Er und Frrok Markaj betreiben nicht nur das Burgstüble, sondern auch die Besenwirtschaft Kernen.
Das Hirschfleisch wird kurz und scharf in Butterschmalz angebraten. Damit es innen noch rosa und zart bleibt, wird es zum Nachgaren für acht bis zehn Minuten bei 120 Grad bis zum Servieren einfach nur warm gehalten. Thymianzweige werden auf das Fleisch in der Pfanne gelegt und geben dem Ganzen eine besondere Geschmacksnote. Serviert wird das Hirschfleisch auf einem Bett vom Sellerie-Püree und mit dem Pistazien-Topping belegt. Die separat servierten Balsamico-Kirschen ergänzen das Geschmackserlebnis.
Hirschrücken oder -filets mit Balsamico-Kirschen, Sellerie-Püree & Pistazien-Topping
Das Rezept für das Hauptgericht ist für zwei bis drei Personen ausgelegt. Man benötigt die folgenden Zutaten:
Fleisch:
500 g Hirschrücken oder alternativ Hirschfilet
Salz & Pfeffer
1 EL Öl
1 EL Butter oder Butterschmalz
1 Zweig Thymian oder alternativ
eine Gewürzmischung aus Thymian, Majoran,
Lorbeer und Wacholder, je nach Geschmack
Für das Sellerie-Püree:
400 g Knollensellerie
1 kleine Kartoffel
1 EL Butter
1 Schuss Sahne oder Mandelmilch
Salz und Muskat
Für die Balsamico-Kirschen:
200 g entsteinte Kirschen
(frisch oder tiefgefroren)
1 EL Balsamico-Essig
1 TL Honig oder Ahornsirup
Für das Pistazien-Topping:
2 EL gehackte Pistazien
Abrieb einer Zitrone
Petersilie, fein gehackt
1 kleine Knoblauchzehe, gerieben
Die Weinempfehlung
Merlot vom Weingut Zimmer aus Kernen-Stetten oder den Lemberger-Merlot vom Weingut Eißele aus Kernen.
Zur Vorgehensweise
Es kann sich anbieten,, die Balsamico-Kirschen und das Topping bereits im Vorfeld zuzubereiten und erst einmal zur Seite zu stellen. Das spart ordentlich Zeit, gerade wenn es an den Festtagen hektisch zugehen sollte.
Für den Balsamico-Kirsch-Dip werden die Kirschen mit einem Esslöffel Balsamico-Essig und einem Esslöffel Honig in einer Schale vermischt.
Für die Zubereitung des Pistazien-Toppings reichen zwei Esslöffel geschälte und gehackte Pistazien. Ergänzt um den Abrieb einer Zitrone, die fein gehackte Petersilie sowie eine kleine, geschälte und geriebene Knoblauchzehe wird alles gut miteinander in einem dafür geeigneten Gefäß vermischt.
Für das Sellerie-Püree wird die Sellerieknolle (400 g) geschält und die Kartoffel in kleine Stückchen geschnitten und gekocht. Kurz vor Ende der Garzeit wird die Butter untergerührt. Dann den Topf vom Herd nehmen und alles zu einem cremigen Püree verarbeiten. Ein Schuss Sahne oder auch Mandelmilch lassen das Püree noch cremiger werden. Das Püree bis zum Zeitpunkt des Servierens warm stellen.
Das Hirschfleisch sollte innen noch schön rosa und zart sein
Jetzt gilt es das Hirschfleisch vorzubereiten. Das Fleisch wird gesalzen, gepfeffert und mehliert, sprich in Mehl gewendet, bevor es in die Pfanne kommt. Dann wird das Fleisch kurz scharf in Butterschmalz angebraten. Ein auf das Fleisch gelegter Thymianzweig gibt noch den besonderen, geschmacklichen Kick.
Das Hirschfleisch sollte beim Servieren innen noch gut rosa sein, dann ist es ideal. So empfiehlt es sich, kurz nach dem Anbraten, das Fleisch im Ofen oder wer ihn hat, in einem sogenannten Salamander, acht bis 10 Minuten bei 120 Grad Celsius im Ofen ruhen zu lassen. Danach wird das Fleisch in etwa 2-3 cm dicke Medaillons geschnitten.
Auf angewärmten Tellern ordnet man die einzelnen Komponenten des Gerichts an. Zunächst kommt das Püree auf den Teller, darauf wird vorsichtig das Fleisch gelegt. Das Pistazien-Topping wird auf dem Hirschfleisch verteilt.
Die Balsamico-Kirschen werden in einer gesonderten Schale serviert und ergänzen das Gericht.
Es bietet sich wirklich an, die Teller auf denen das Gericht serviert wird im Vorfeld kurz zu erwärmen. So bleibt das Essen länger warm und der Geschmack erhalten.
Wer möchte, kann das Essen zu einem Menü ausbauen, mit einer Suppe oder einem Feldsalat als Vorspeise. Als Dessert bietet sich ein leckeres Eis an, denn Eis geht doch irgendwie immer.
Zu einem guten Essen gehört ein guter Schluck Wein. Empfohlen werden zwei gute Tropfen aus der direkten Nachbarschaft.





